Gedi Sibony

7. 6. – 22. 7. 2017

Gedi Sibony

Presse

Gedi Sibony’s zweite Einzelausstellung in der Galerie Meyer Kainer besteht aus drei Teilen: Objekte im Zentrum des ersten Ausstellungsraums, Objekte an der Wand des Hauptraumes und Zeichnungen im Halbstock. Die neuen Werke im Hauptraum der Galerie sind ausgeschnittene Aluminiumwände von ausrangierten Sattelschleppern, die bereits vorgefundene farbige Werbeflächen aufweisen.

Eine Kombination aus Alterung, aufgewalzter Farbe und durch den Künstler erzeugte Fragmentierung, hat dafür gesorgt, dass Bilder und Logos mehr oder weniger verdeckt sind. (Das Übermalen von Markenzeichen ist eine gängige Praxis, wenn die Laster ausgemustert werden.) Scheinbar hat ein namenloser Maler mit Farbrollern in verschiedenen Größen sorgfältig und unspektakulär Streifen aufgemalt, jeder breit genug um erkennbare Texte oder Symbole zu verdecken.

Eine Reihe dieser Werke, die zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung eher farbig gehalten war, wurde auf der Biennale die Venezia 2015 gezeigt. Die Gemälde riefen weniger Abstrakte Malerei in Erinnerung, sondern mehr die abgerissenen Poster-Décollages von Raymond Hains, Jacques de la Villeglé, Mimmo Rotella etc. Das Setting agierte, entsprechend den Intentionen der Biennale, als eine „Art von Metapher“ für gesellschaftliche Erinnerungen, eingebettet in materielle Güter, weitergegeben über Generationen oder eingeschrieben in die Muster des Massenkonsums.

Im oberen Bereich der Galerie ist eine Serie von Zeichnungen zu sehen, die das schneeflocken-artige Weiß der Bilder im Hauptraum reflektieren. Sibony: „Zeichnung fühlt sich aktiv an. Sie hat Schwingen. Sie kann außer Kontrolle geraten, sich wirr weiterentwickeln und doch auf den Beinen landen."

 

Presss release

Gedi Sibony´s second solo show at Galerie Meyer Kainer is separated into three parts: objects in the center of the room, objects on the walls, and drawings. The new pieces in the main space of the gallery are made by cutting out sections from the walls of defunct aluminium tractor trailers that already have areas of paint on them. In each case, to a greater or lesser extent, a combination of age and rolled-on paint has conspired with the fragmentation imposed by the artist to obscure the imagery and logos. (Painting over the brands is common practice when the trailers are taken out of service.) With seemingly gratuitous care, a nameless painter has used rollers of various sizes, each just large enough to cover identifying text or symbols. 

A series of this works, at this stage of development rather colorful, was shown at the Biennale di Venezia 2015. These paintings recall less abstract painting and more the torn poster décollages of Raymond Hains, Jacques de la Villeglé, Mimmo Rotella etc. The layers acted, according to the intention of the Biennale, as ‘a sort of metaphor’ for social memories embodied in material possessions handed down across generations or inscribed in patterns of mass consumption.

The upper floor of the gallery shows a sample of drawings, reflecting the snowflake white of the paintings in the main space. Sibony: „Drawing feels active. It has a wing. It can spin out of control, progress unhinged, and still land on its feet.“
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